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Ich möchte meine Erzählung damit beginnen, daran zu erinnern, dass gerade ein Nahrungsmittel den „Anstoß“ für die gesamte Geschichte des Menschen gab: unter den meistverzehrten steht Ihre Majestät der Apfel, vom Lateinischen „malum“, wiederum abgeleitet vom dorischen „μᾶλον“ (malon), Frucht des Apfelbaums, war er stets Protagonist der menschlichen Ernährung. Ein so wichtiges und gesundes Lebensmittel, dass es beständig in den Begebenheiten der Menschheit präsent ist: in der sakralen und profanen Literatur, umbenannt zum „verbotenen“ Frucht oder „Apfel der Zwietracht„, Gegenstand eines Märchens, das ihn vergiftet und schicksalhaft für die unglückliche Schneewittchen machte, und in jüngerer Zeit rituell im Sprichwort „an einem Tag ein Apfel…“ erwähnt.

Sich nähren: nicht nur eine tägliche Handlung, sondern ein Ritual.

Heute über Nahrung zu sprechen, verstanden als Identität des Menschen, dient dazu zu verstehen, wer wir sind und wie die Nahrung selbst eine entscheidende Rolle in unserem Leben gespielt hat. Die Bedeutung der Nahrung und das irdische Dasein des Menschen werden von einer einzigen Stütze getragen: dem Nahrungsmittel.

Das Thema Ernährung als menschliche Identität ist ein Zugangsschlüssel zu weiteren Themen, die nicht ignoriert werden können. Man kann nicht nicht von Geschmack oder Ernährung sprechen, doch noch wichtiger wird es sein, andere Aspekte zu durchqueren, die ich keineswegs oberflächlich betrachte, zum Beispiel menschliche Beziehungen, die Natur, die Schönheit und unsere Gesundheit. Das sind Aspekte, die um einen guten Teller kreisen, denselben Teller, den wir jeden Tag auf unserem Tisch finden.

Werkzeuge, um das Nähren zu lernen.

Mein Anliegen ist es, euch in die besten Bedingungen zu versetzen, damit ihr anhand eures freien und bedingungslosen Urteils die verschiedenen Sichtweisen prüfen könnt, die sich um dieses faszinierende Thema drehen, und bewusst Raum für Vertiefungen und persönliche Reflexionen zu lassen, die euch ermöglichen, zu eurer unbestreitbaren Wahrheit zu gelangen.

nutrirsi
Sich zu nähren ist ein Akt der Liebe zu sich selbst.

Vergessen wir jedoch nicht, dass es dafür notwendig ist, tief und mutig alte, ja sogar jahrhundertealte Bedingungen und Vorurteile aus unserem Geist „auszuwurzeln“ und durch Wissen zu lernen, der eigenen Intuition zu vertrauen. Schließlich liegt es mir am Herzen, bevor ich mich all diesen Themen zuwende, euch daran zu erinnern, dass Kochen, sich nähren, Kommunizieren und Beziehungen immer mit einer Liebeshandlung beginnen sollten…

Jedes Zusammentreffen zweier aktiver Kräfte ist eine Art Heilung. Eine wahre Heilung findet nur statt, wenn ein Tätigkeitsfeld ein anderes in sich aufnehmen kann und so etwas Neues entsteht” (Bernard Lievegoed)

Mirko Zanzo

Chef e Ricercatore Gastronomico

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