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Rückgang im Gastronomiesektor: In Italien wie in ganz Europa durchlaufen wir eine komplexe Phase. Nach der Erholung nach der Pandemie zeichnet das Jahr 2025 eine neue Verlangsamungsphase: Konsumenten gehen seltener aus, reduzieren die für das „Außer-Haus“-Essen vorgesehenen Budgets und wählen die Erlebnisse, die sie erleben möchten, sorgfältiger aus. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: In den ersten sechs Monaten des Jahres verzeichneten die Ausgaben nahezu kein Wachstum, +0,4 % mengenmäßig und nur +0,2 % wertmäßig — Zahlen, die nicht einmal die Inflation ausgleichen und die auf einen weiteren Rückgang hindeuten.

Es handelt sich nicht um einen plötzlichen Einbruch, sondern um eine Verhaltensänderung, die vor allem Geschäftsessen und gesellige Anlässe trifft, während kostengünstigere Formate wie Pizzerien, Viertelbars und Feinkostläden besser standhalten.

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Preise, Aktionen und Wahrnehmung des Werts: Gibt es wirklich einen Verkaufsrückgang?

Die Preisgestaltung wird entscheidend. Viele Betreiber haben sich dafür entschieden, die Preise moderat zu erhöhen, um etwa 1 %, um Margen zurückzugewinnen. Das ist eine legitime, aber heikle Entscheidung, denn der Kunde ist heute deutlich sensibler und bereit, die Konsistenz zwischen Preis und Qualität zu bewerten. Ein etwas teureres Gericht, das mit dem Serviceniveau und der Identität des Betriebs übereinstimmt, wird akzeptiert; im Gegensatz dazu erzeugt eine als willkürlich empfundene Verteuerung Misstrauen.

Die gleiche Logik gilt für Aktionen. Während 41 % der Konsumenten von Low-Cost-Formaten angezogen werden, gibt fast 80 % der Unternehmen an, die Werbekampagnen nicht ausweiten zu wollen. Die Herausforderung besteht daher darin, das Restaurant durch wahrgenommenen Wert zu differenzieren, nicht im Wettlauf nach unten.

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Das Erlebnis als entscheidender Hebel

Wenn der Kunde seltener ausgeht, will er beim Ausgehen mehr. Das bedeutet, dass jeder Aspekt des Erlebnisses entscheidend wird: die Servicequalität, die Pflege der Atmosphäre, die Übereinstimmung des Angebots mit der Marke und die Fähigkeit, Zutaten und ethische Entscheidungen zu erzählen. Es geht nicht mehr nur darum, ein gutes Gericht zu servieren, sondern einen Weg zu schaffen, bei dem der Kunde spürt, dass Zeit und Geld den getroffenen Entschluss wert sind.

Hier erleben Pizzerien und Viertelbars eine Wiederauferstehung, die gewinnen und überzeugen. Ein Abendessen mit Freunden in einer guten Pizzeria mit ein paar Vorspeisen und vielleicht einem Dessert — und schon bleibt die Rechnung erschwinglich und kontrollierbar.

Die Weinhandlung um die Ecke erweitert ihr Sortiment mit neuen Weingütern, neuen Etiketten und einer Auswahl besonderer Wurstwaren bei sehr geringen durchschnittlichen Ausgaben pro Person; das Wochenende wird wieder erschwinglich, man bleibt lange draußen, das Auto wird nicht gebraucht — so verliert das Stadtzentrum an Trendstatus, das Nachtleben erobert die Peripherie zurück, und so verwandelt sich der Umsatzrückgang in eine Chance.

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Personal als Wettbewerbsfaktor

In einer Phase rückläufiger Ausgaben wird das unsichtbare Kapital der Humanressourcen noch entscheidender. Die Fluktuation in der Branche bleibt sehr hoch und jeder Verlust qualifizierten Personals bedeutet, in Bezug auf Schulung, Effizienz und Teamgeist wieder von vorn beginnen zu müssen.

Ein kompetenter Direktor weiß, dass das Personal der erste Wettbewerbshebel ist: Motivation hoch zu halten, Überlastung zu vermeiden, Fähigkeiten zu würdigen und ein gesundes Arbeitsumfeld zu schaffen, wirkt sich direkt auf das Kundenerlebnis aus. Es ist ein schwieriges, aber unverzichtbares Gleichgewicht, denn ein geschlossenes und zufriedenes Team vermittelt Wert, während ein demotiviertes Team Störungen verursacht, die nicht einmal das beste Gericht ausgleichen kann.

Den Mitarbeitenden Wertschätzung entgegenzubringen, die Gäste zu binden, sie zu verwöhnen und ihnen das Gefühl zu geben, am richtigen Ort wie in einer Familie zu sein, die sich erkundigt, wie es ihnen geht, ohne zu aufdringlich zu sein, und die zur richtigen Zeit kleine Aufmerksamkeiten schenkt — das sind die Gesten, die Wohlbefinden erzeugen und uns wichtig fühlen lassen.

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Die Krise der Gastronomie in eine Chance verwandeln

Der Rückgang der Ausgaben ist keine Verurteilung, sondern eine Bewährungsprobe. Die Restaurants, die diese Phase des Umsatzrückgangs erfolgreich überstehen, werden diejenigen sein, die Vision und Zahlen, Leidenschaft und Disziplin vereinen.

Es reicht nicht, den Kunden mit Rabatten oder Kompromissen zu jagen: Es gilt, das Angebot neu zu positionieren, in das Erlebnis zu investieren, die wirtschaftlichen KPIs ständig zu überwachen und das Humankapital zu stärken. Innovieren, ohne die Identität zu verlieren; mit Authentizität binden; Wert schaffen statt dem Preis hinterherzujagen — das sind die Richtungen, die eine kritische Phase in eine Wachstumschance verwandeln.

Im Jahr 2025 belohnt das Gastronomiemanagement nicht den, der improvisiert, sondern den, der Disziplin, Kompetenz und die Fähigkeit zeigt, Schwierigkeiten in Chancen zu verwandeln.

Davide Caliandro

F&B Manager e Ricercatore Gastronomico

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